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Wegpunkte

OpenTTD hält etwas bereit, dessen Nutzung in kleineren und einfach gestrickten Streckennetzen recht überflüssig erscheint. Wegpunkte. Diese, jedoch richtig eingesetzt, bewirken Wunder!

Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Wir haben zwei Hauptbahnhöfe – Hbf A und Hbf B. Zwischen diesen beiden Bahnhöfen fährt auf direktem Weg ein Schnellzug, der eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h hat. Weiterhin fährt ein Regionalzug ebenfalls zwischen beiden Hauptbahnhöfen, jedoch über Umwege (Bahnhöfe 1, 2 und 3). Diese Regionalbahn hat eine maximale Geschwindigkeit von 112 km/h. In beiden Bahnhofsbereichen der Hauptbahnhöfe würde der Schnellzug stockend dem Regionalzug hinterher fahren. Abhilfe verschaffen einem dann Wegpunkte.

Setzt man zwischen beiden Wegkreuzungen auf der direkten Streckenverbindung beider Hauptbahnhöfe Wegpunkte, kann man im Fahrplan des Schnellzuges ein Tempolimit einrichten. In meinem Beispiel würde ein Tempolimit von 110 km/h zwischen Hauptbahnhof A und Wegpunkt A sowie zwischen Wegpunkt B und Hauptbahnhof B gelten. Auf der freien Strecke ist dann für den Schnellzug kein Tempolimit nötig und muss nicht eingerichtet werden. Dann fährt der Zug auf dieser Strecke mit seiner maximalen Geschwindigkeit.

Dies setzt natürlich voraus, dass Du deinen Fuhrpark sehr gut verwaltest. Dazu eignen sich verschiedene Gruppierungen der Züge. Es ist auch dienlich, Züge nicht über unzählige Stationen fahren zu lassen, sondern diese nur zwischen zwei Hauptbahnhöfen/großen Städten zu planen und diese Züge dementsprechend in Gruppen zu ordnen. Dies vereinfacht später Einstellungen der Reisegeschwindigkeit sowie der Wartung dieser Züge, wenn man sie durch neuere und schnellere ersetzen (lassen) will.

Beide in meinem Beispiel benutzten Züge kämen zum Beispiel in die Zuggruppe „A-B“ (Namen der beiden Hauptbahnhöfe).

 

 

Nachtrag

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, dass sich auch keine Züge verirren und auch keine Züge durch andere langsamere ins Stocken geraten, der lässt zum Beispiel den Schnellzug aus dem Beispiel auf ein oder zwei (je nach Verkehrsfrequenz) separaten Bahnsteigen einfahren. Dazu eignen sich auch sehr gut Fahrpläne, sodass sich kein Stau vor dem Bahnhof bildet, wenn man nur eine begrenzte Anzahl an Bahnsteigen zur Verfügung hat.