Archiv der Kategorie: Tipps & Tricks

Güterverkehr

Das Städtewachstum hängt vom Transfer in einer Stadt beziehungsweise zwischen verschiedenen Städten und den Industrien ab. Eine Stadt stellt Passagiere und Post zur „Verfügung“, verlangt aber auch Passagiere und Post sowie Waren, Nahrungsmittel und Gold (subarktischer Landschaftstyp) beziehungsweise Passagiere und Post sowie Waren und Wertsachen (gemäßigter Landschaftstyp). Nun ist es aber völlig überzogen, eine komplette Zuglieferung zum Beispiel von Waren nur einer Stadt zukommen zu lassen. Ebenso ist es sehr verschwenderisch, wenn man diese Aufgaben nur sehr kleinen Zügen aufgibt, dafür aber mehr Städte beliefern kann. Warum dann nicht so wie in der Wirklichkeit?

Ein Güterbahnhof muss her! Ein Güterbahnhof besteht aus zwei Teilen: einer Anlieferzone und einer Abholzone. Angeliefert (umgeladen) werden hier Waren, Nahrungsmittel, Gold und Post (bzw. Waren, Wertsachen und Post). Abgeholt werden von dort in gemischten Zügen all das, was eine Stadt verlangt (nicht jede Stadt akzeptiert alles).

Bei dem riesigen Postaufwand kann man sogar nur für die Post ein eigenes Sammel- und Verteilzentrum aufbauen, inklusive Flugplatz, um die Post auch über längere Entfernungen zwischen den Sammelzentren zu transportieren.

Das Prinzip mit dem Güterbahnhof sein nun einmal im Landschaftstyp Subarktisch und anhand von Lebensmitteln erklärt:
Von einem Bauernhof werden auf direktem Weg Vieh und Getreide zu einer Nahrungsmittelfabrik transportiert – per Lkw oder Zug. Die produzierten Nahrungsmittel werden dann auf direktem Weg zum Umladen zu einem zentralen Güterbahnhof transportiert. Dort stehen in der Abholzone gemischte Güterzüge bereit, welche unter anderem auf Nahrungsmittel warten. Ist in der Abholzone ein Güterzug beladen, fährt dieser dann zu einer Zielstadt zum entladen.

Interessant ist dieses Verfahren auch bei der Kohle und dem Öl. Kohlezüge bringen Kohle aus den Minen zu einem zentralen Sammelpunkt, wiederum Kohlezüge verteilen es auf die umliegenden Kraftwerke. Ebenso wird das Öl aus den Ölquellen und Bohrinseln zentral gesammelt und dann mit längeren Zügen quer durch das Land gefahren bis hin du den Ölraffinerien. Wenn du längere Züge verwenden willst, musst du gegebenenfalls einige Einstellungen (Erweiterte Einstellungen – Züge/Erweiterte Einstellungen – Bahnhöfe) vornehmen. In einem Test bezüglich diesen Artikels habe ich zum Beispiel Öl mit dementsprechend kurzen Zügen gesammelt, dann mit Ölzügen (16 Felder – 2 Lokomotiven, 30 Ölwaggons) zu einer zweiten zentralen Ölsammelplatz gebracht und von dort aus auf die vielen Ölraffinerien verteilt.

Wichtig ist, dass die beliefernden Güterzüge ihre Güter im Güterbahnhof Umladen!

Um den Güterbahnhof auch etwas nach Gütern aussehen zu lassen (nicht wie standartmäßig ein Passagierbahnhof), empfiehlt sich das NewGRF Industrial Stations Renewal.

Wegpunkte

OpenTTD hält etwas bereit, dessen Nutzung in kleineren und einfach gestrickten Streckennetzen recht überflüssig erscheint. Wegpunkte. Diese, jedoch richtig eingesetzt, bewirken Wunder!

Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Wir haben zwei Hauptbahnhöfe – Hbf A und Hbf B. Zwischen diesen beiden Bahnhöfen fährt auf direktem Weg ein Schnellzug, der eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h hat. Weiterhin fährt ein Regionalzug ebenfalls zwischen beiden Hauptbahnhöfen, jedoch über Umwege (Bahnhöfe 1, 2 und 3). Diese Regionalbahn hat eine maximale Geschwindigkeit von 112 km/h. In beiden Bahnhofsbereichen der Hauptbahnhöfe würde der Schnellzug stockend dem Regionalzug hinterher fahren. Abhilfe verschaffen einem dann Wegpunkte.

Setzt man zwischen beiden Wegkreuzungen auf der direkten Streckenverbindung beider Hauptbahnhöfe Wegpunkte, kann man im Fahrplan des Schnellzuges ein Tempolimit einrichten. In meinem Beispiel würde ein Tempolimit von 110 km/h zwischen Hauptbahnhof A und Wegpunkt A sowie zwischen Wegpunkt B und Hauptbahnhof B gelten. Auf der freien Strecke ist dann für den Schnellzug kein Tempolimit nötig und muss nicht eingerichtet werden. Dann fährt der Zug auf dieser Strecke mit seiner maximalen Geschwindigkeit.

Dies setzt natürlich voraus, dass Du deinen Fuhrpark sehr gut verwaltest. Dazu eignen sich verschiedene Gruppierungen der Züge. Es ist auch dienlich, Züge nicht über unzählige Stationen fahren zu lassen, sondern diese nur zwischen zwei Hauptbahnhöfen/großen Städten zu planen und diese Züge dementsprechend in Gruppen zu ordnen. Dies vereinfacht später Einstellungen der Reisegeschwindigkeit sowie der Wartung dieser Züge, wenn man sie durch neuere und schnellere ersetzen (lassen) will.

Beide in meinem Beispiel benutzten Züge kämen zum Beispiel in die Zuggruppe „A-B“ (Namen der beiden Hauptbahnhöfe).

 

 

Nachtrag

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, dass sich auch keine Züge verirren und auch keine Züge durch andere langsamere ins Stocken geraten, der lässt zum Beispiel den Schnellzug aus dem Beispiel auf ein oder zwei (je nach Verkehrsfrequenz) separaten Bahnsteigen einfahren. Dazu eignen sich auch sehr gut Fahrpläne, sodass sich kein Stau vor dem Bahnhof bildet, wenn man nur eine begrenzte Anzahl an Bahnsteigen zur Verfügung hat.